„Abschied von meinem Körper – ein Kontrollverlust“ – Sexualität und Gewalt in der Palliativversorgung

Zielgruppe: Absolventen der Fortbildung „Palliative Praxis“, Pflegende mit Abschluss Palliative Care 160h und 120h

Ort: Seminarraum, Hedwig-Pfeiffer-Haus, Palliativ- und Hospizakademie Magdeburg, Stresemannstr. 4, 39104 Magdeburg

Kurs/ Seminar/ Workshop: 2-mal 8 Stunden

Dozent: Verena Zettl - MAS Psychology/Palliative Care

Teilnehmerplätze: 10 – 16

Preis: 320€

Hinweise/ Anmerkungen:
Anmeldungen bitte mit vollständigem Namen und Berufsbezeichnung, E-Mail Adresse und evtl. Telefonnummer sowie Rechnungsadresse

Anmeldeschluss: 18.09.2019

Grenzsituationen in der Palliative Care

Eros und Thanatos – (Auf der Suche nach Kraftquellen in der Sterbebegleitung)

Schwer erkranken beinhaltet für alle Betroffenen einen massiven Einschnitt in das Leben und löst schwere seelische Krisen aus. Wärme, Nähe, Zärtlichkeit... Es tut gut umarmt zu werden, und man darf keine Angst davor haben, dies mitteilen zu können

Leben (neu) lernen zu lassen, eine Balance zu finden von Leben und Schmerz. Zu erkennen, trotz Leid oder leidvoller Erinnerungen noch einmal zu genießen.

Schwere Erkrankungen beeinflussen die soziale Rolle, die Identität sich als Frau und als Mann zu fühlen.

Sexualität – Patienten und Patientinnen sowie Pflegende stoßen nicht immer auf Akzeptanz, wenn sie sich der Thematik nähern.

Sehr viel Nähe kann Angst machen. Insbesondere durch den engsten, intensivsten und intimsten Kontakt zu Patienten und Patientinnen sind Pflegende der Problematik in ganz besonderer Weise ausgesetzt.

Besonders im Umgang mit Langzeitpatienten und Sterbenden. In keinem anderen Beruf kommen sich fremde Menschen körperlich und seelisch so nahe.

Sexualität – als Grundbedürfnis des Lebens, aber auch als eine Form von Gewalt und Schmerz. Es schließt jegliche Form des Erlebens ein.

Auf der Suche nach Kraftquellen am Lebensende, die Achtung und das Akzeptieren verschiedener Lebensformen, das Wissen um Unterschiede in Wahrnehmung und Verhaltensweisen, gerade in kritischen Lebenssituationen von Frauen und Männern, können das Lindern von Leid erleichtern und eine bessere Kommunikation ermöglichen.

„Du bist der, von dem Du willst, das man ihn begehrt und liebt, nicht der Du hättest sein können, wenn Du größer, kleiner, schlanker wärst – oder ohne die Spuren, die das Leben und Krankheit hinterlassen.“

 

 

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